Schildläuse - Erkennen, vorbeugen und erfolgreich bekämpfen

Hortensien Bernd mit Pflanze

In diesem Ratgeber erfährst Du von Bernd, wie Du Deinen Garten von diesem Ungeziefer befreien und Dich an Deiner Blütenpracht erfreuen kannst.

Schildläuse im Garten

Oft erscheinen Schildläuse zeitig im Frühling an ersten Blüten und Blättern ausgewinterter Gartenpflanzen und vermiesen Blumen- und Gartenliebhabern den Start in einen sorgenfreien Gartensommer. Wie Du diesen häufig auftretenden, hartnäckigen Gartenschädlingen durch vorbeugende Maßnahmen und gezielte Bekämpfung wirksam entgegentreten kannst, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Das lernst Du von Bernd:

  • Wissen, wie die Schildlaus tickt
  • Wie macht sich Schildlausbefall bemerkbar?
  • Vorbeugen ist besser als Bekämpfen
  • Bekämpfungsmethoden

Wissen, wie die Schildlaus tickt

Bevor Du die Lösung des lausigen Problems angehst, ist es von Vorteil zu wissen, mit wem Du es zu tun hast. Mit Kenntnis der Lebensweise, der Vorlieben, Stärken und Schwächen der Schildlaus setzt Du den ersten Schritt für ihre erfolgreiche Bekämpfung.

Schildläuse zählen zur Familie der Pflanzenläuse, von denen es weltweit über 10.000 Arten gibt. In Mitteleuropa sind etwa 90 verschiedene Spezies von Schildläusen bekannt, die allesamt Pflanzenschädlinge sind. Ihr Aussehen ist unterschiedlich und wird meist von der Form und Beschaffenheit ihres Rückenpanzers geprägt, der vielfach namensgebend ist, wie zum Beispiel bei der Napf-, Deckel-, Komma- und Wollschildlaus. Trotz verschiedener Formen und Namen sind die Lebensgewohnheiten dieser parasitär lebenden Insekten im Wesentlichen gleich: Die in den Pflanzensäften enthaltenen Eiweiße saugen und für Nachwuchs sorgen. Die 0,8 bis sechs Millimeter großen Schildläuse setzen sich gut getarnt an der Unterseite von Blättern, an Blattstiele, Triebe und Äste von Pflanzen fest. Die männlichen Vertreter sind meist geflügelt und haben keine Mundwerkzeuge. Das eigentliche Problem stellen die bewegungsunfähigen Weibchen dar, die die Wirtspflanze anstechen und sich festsaugen. Bei genauerer Betrachtung wirst Du sie als eine Art Knötchen wahrnehmen. Geschützt durch einen aus Harz, Wachs oder seidenähnlichem Stoff bestehenden Rückenschild verharren sie dort in Kolonien und saugen Pflanzensäfte. Während sich die meisten Arten mit der Saugtätigkeit begnügen, gibt die Deckelschildlaus giftige Stoffe in die Wirtspflanze ab und schädigt diese zusätzlich.

Wie macht sich Schildlausbefall bemerkbar?

Ein Indiz für den Lausbefall sind Ameisen auf Blättern und Stängeln, die mit Schildläusen und anderen Blattläusen in einer Art Symbiose leben und eine Vorliebe für den von den Schildläusen ausgeschiedenen Honigtau haben. Diese aus Wasser und Zucker bestehende Substanz stellt für Ameisen eine wertvolle Energiequelle dar und die Schildläuse werden von ihnen regelrecht gemolken. Im Gegenzug werden die Honigtauspender von den Ameisen gegen Fressfeinde verteidigt.

Ein weiteres Merkmal für die Anwesenheit von Schildläusen ist der an Blättern, aber auch an Glasflächen, Möbeln und Gartengeräten klebende und glänzende Honigtau. Eingerollte, welke und deformierte Blätter lassen ebenfalls auf Schildlausbefall schließen.
Gerne befallen werden Zimmer- und Kübelpflanzen, hartlaubige Sträucher wie Hortensien, Zitruspflanzen und Lorbeer. Auch Obstbäume und alles was Blätter hat, und nicht von Natur aus gegen Schildläuse gerüstet ist, kann ihnen zum Opfer fallen. 

Ein weiteres Merkmal für die Anwesenheit von Schildläusen ist der an Blättern, aber auch an Glasflächen, Möbeln und Gartengeräten klebende und glänzende Honigtau. Eingerollte, welke und deformierte Blätter lassen ebenfalls auf Schildlausbefall schließen.
Für die Bekämpfung von Schildläusen gibt es Mittel und Maßnahmen die einerseits von den natürlichen Fressfeinden, über Hausmittel bis hin zum Einsatz von Chemie reichen. Letztere sollten aber nur dann in Betracht gezogen werden, wenn der Lausbefall zur Plage geworden ist und auf andere Pflanzen überzugreifen droht.

Vorbeugen ist besser als Bekämpfen

Der Befall von Pflanzen durch Schildläuse passiert nicht rein zufällig. Trockenperioden, schlechter Boden, falscher Standort oder Staunässe machen Pflanzen nicht nur für Krankheiten anfällig, sondern auch für Schädlingsbefall.

Bei Überwinterung im Haus muss stets für ausreichend Licht gesorgt und auf das Raumklima Bedacht genommen werden. Eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius ist zwar für Menschen gut und verträglich, für eine Pflanze, die auf Wintermodus umgestellt hat, hingegen weniger. Kübelpflanzen sollten in einem hellen Raum frostfrei überwintert und angemessen mit Nährstoffen versorgt werden, wobei mit der Gabe von Stickstoff sparsam umzugehen ist.

Die Erde sollte locker und nicht verdichtet sein. Beim Gießen immer nur die Menge Wasser gegeben, die die Pflanze aufnehmen kann, denn zu viel Wasser verursacht Staunässe, die wiederum das Entstehen von Wurzelfäule begünstigt. Die Pflanze wird dadurch geschwächt und ist somit anfällig für Schildlausbefall.

Im Sommer sollte im notwendigen Maße gedüngt werden, um die Pflanzen ausreichend mit den von ihnen benötigten Nährstoffen zu versorgen.

Vor Einwintern der Topfpflanzen lohnt es sich, diese auf möglichen Schädlingsbefall zu untersuchen. Schildläuse könnten so ins Winterquartier eingeschleppt werden und dort überwintern.

Bekämpfungsmethoden

Schildläuse lassen sich mit unterschiedlichen Methoden bekämpfen, wobei die natürlichen gegenüber den chemischen bevorzugt werden sollten. Der Einsatz von Chemie sollte stets die letzte Alternative sein.

Hat der Befall noch nicht überhandgenommen und ist auf eine einzelne Pflanze beschränkt, dann empfiehlt es sich, die befallenen Stellen abzuschneiden und thermisch zu entsorgen, um eventuell vorhandene Schildlausgelege dauerhaft zu vernichten.

Alternative Nr. 1: Fressfeinde fördern

Als echte Blattlauskiller – Schildläuse inklusive – erweisen sich die Larven von Marienkäfer und Schwebfliege. Die Schwebfliegen brauchen Blütensträucher die ihnen im adulten Stadium Nahrung bieten, während ihre räuberischen Larven den Schildläusen nachstellen. Schwebfliegen, wie die häufig anzutreffende Hainschwebfliege, bevorzugen Pflanzen mit gelben Blüten, von deren Nektar und Pollen sie sich ernähren. Die Larven der Schwebfliegen gelten als das effizienteste Mittel zur Bekämpfung von Blatt- und Schildläusen. Studien zufolge vertilgt eine Larve pro Tag rund 70 bis 80 Blattläuse und das Gelege eines Schwebfliegenweibchens kann zwischen 50 und 100 Eier betragen!

Bei den Marienkäfern gilt der Vierfleckige Kugelmarienkäfer als Spezialist für die Bekämpfung von Schild-, Blatt- und Blutläusen.

Geschädigter Rhododendron

Auf Napfschildläuse ist die nur zwei Millimeter große und für ihre parasitäre Lebensweise bekannte Coccin Schlupfwespe (Microterys flavus) aus. Dieser Nützling injiziert mit seinem Legestachel Schildläusen durch den Rückenschild hindurch seine Eier. Die daraus schlüpfenden Larven fressen später das Wirtstier von innen her auf. Grausam, aber wirkungsvoll!

Die Ansiedlung dieser Nützlinge förderst Du am besten, in denen Du ihnen ein ihren Lebensgewohnheiten entsprechendes Habitat in Form von Blumenarrangements oder Insektenhotels bietest. So lässt sich das natürliche Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Fressfeinden erhalten. Eier und Larven dieser Nützlinge kannst Du im Fachhandel erwerben.

Alternative Nr. 2: Bewährte Hausmittel

Gärtner und Pflanzenliebhaber haben unterschiedliche Methoden und Rezepte zur Schildlausbekämpfung entwickelt auf deren Wirksamkeit sie schwören, wie Brennesseljauche, verschiedene Öle die den Schildläusen die Atemorgane verkleben, Tabak oder Gemische aus Alkohol, Spiritus, Spülmittel etc. Du solltest allerdings abwägen, ob Du durch Einsatz solcher Mittel nicht mehr Schaden als Nutzen angerichtest und natürliche Fressfeinde dadurch nicht dauerhaft vertreibst.

Mit frischer Brennesseljauche besprühst Du die befallenen Pflanzen. Ist die Jauche vollständig vergoren, so kannst Du sie als Dünger verwenden. Zum Besprühen der Pflanzen ist die vergorene Jauche vorher mit Wasser zu verdünnen. Brennesseljauche ist geruchsintensiv und die Anwendung nur bei Freilandpflanzen zu empfehlen. 

Für Pflanzen in Innenräumen eignet sich ein Gemisch aus Kaffeesud, aufgebrühten Teeblättern und Wasser. Mit diesem Aufguss besprühst Du regelmäßig Deine Pflanzen. Dieses Gemisch verleiht dem Innenraum zudem eine angenehme Duftnote.
Gartenprofi Bernd empfiehlt bei Befall von Hortensien durch Wollläuse Paraffinöl vermischt mit Spülmittel, bei Blattläusen eine Mischung aus Milch und Rapsöl.

Alternative Nr. 3: Die chemische Keule als letzter Ausweg

Schildläuse sind zäh und wer nicht sofort mit der Bekämpfung beginnt, dem kann es passieren, dass ihm nur mehr der Einsatz von Chemie übrig bleibt, um zu retten, was noch zu retten ist. Bewährt haben sich Stäbchen, die in die Erde gesteckt werden. Das darin enthaltene chemische Schädlingsbekämpfungsmittel wird von der Pflanze über die Wurzeln aufgenommen. Der Schildlaus bekommt dieser Cocktail überhaupt nicht. Trotz der Effektivität handelsüblicher Chemie solltest Du immer darauf achten, dass diese Mittel nur den Schildläusen und nicht anderen Insektenarten, wie ihren Fressfeinden, schaden.

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