Pflanzenbefall durch Thripse: Schädlinge möglichst biologisch bekämpfen

Hortensien Bernd mit Pflanze

Im folgenden kannst Du Dir den ausführlichen Ratgeber von Bernd zu dem Pflanzenbefall durch Thripse bei Hortensien anschauen und findest heraus, wie du ihn möglichst biologisch und schonend bekämpfen kannst.

Krankheiten und Schädlinge bei Hortensien – Bernd’s Profitipps für Deinen gekränkten Liebling

Du freust Dich jeden Tag an Deinen Blumen im und rund ums Haus? Hast Du sie dabei auch genau im Blick? Leider bleiben selbst bei den schönsten Pflanzen Schädlinge oft nicht aus. Bernd informiert Dich auf seinen Spezialseiten unter anderem über Krankheiten und Schädlinge, damit Du ihnen auf die Schliche kommen und sie gezielt bekämpfen kannst. In dem folgenden Beitrag lernst Du die Thripse näher kennen, die gern an den Pflanzen saugen, manchmal sogar den Menschen stechen und die Du oft schon auf natürliche Weise recht gut bekämpfen kannst.

Schädliche Winzlinge

Thripse haben viele Namen, offizielle, umgangssprachliche und regionale. Vielleicht kennst Du sie als Fransenflügler (Thysanoptera), Blasenfüße, Schwarze Fliege oder Gewittertierchen. Sie heißen beispielsweise im Sudetenland Wettergeistlein, im Rheinland Flimmerchen oder Hommelfrösche. Es gibt noch etliche Beispiele mehr. Der Name Fransenflügler stammt von den kleinen Fransen an ihren Flügelkanten, allerdings können nicht alle Thripsarten fliegen. Blasenfüße werden sie genannt, weil sich das letzte Glied ihrer Füße ballonartig aufblasen lässt. Unter Hinzufügung einer körpereigenen Flüssigkeit finden die Thripse damit auf glatten Oberflächen einen guten Halt. Es gibt im Übrigen weit mehr als 5.000 Arten weltweit, in Deutschland sind über 200 davon verbreitet.

Die erwachsenen Tierchen sind dunkelbraun und kaum drei Millimeter groß. Die Eier und die grün-weißen durchscheinenden Larven findest Du an der Blattunterseite. Es lohnt sich also, gelegentlich die Blätter umzudrehen. Ebenso finden sich alle Stadien der Thripse-Entwicklung, also Eier, Larven und erwachsene Tiere, am Boden bzw. im Substrat. Es muss also sehr gründlich vorgegangen werden, um die Schädlinge wieder loszuwerden.

Die Anzeichen erkennen

Thripse stechen mit ihren asymmetrischen Mundwerkzeugen ins Blattgrün und saugen den Pflanzensaft heraus. Je nach Art entstehen dabei gallartige Vergrößerungen. Die Pflanzen zeigen vor allem silberfarbige Spuren, die meist als erstes Anzeichen entdeckt werden. Sie entstehen, weil Luft in das Innere der Blätter gelangt. Wenn Du weiter suchst, findest Du wahrscheinlich kleine schwarze Kotballen auf den Blättern und verkrüppelte Triebe. Außerdem ist das Wachstum der befallenen Pflanze gehemmt, was Dir vielleicht schon länger Sorgen bereitet hat. Nicht zuletzt können Thripse Viren übertragen, die der Pflanze ebenfalls sehr schaden.

Da die Tiere so klein sind, wird ihr Auftreten erst bemerkt, wenn sie eine gewisse Populationsstärke erreicht haben. Dabei gibt es Arten, bei denen sich Männchen und Weibchen paaren; es gibt aber auch das Phänomen der Jungfernzeugung, bei der sich ein Tier eingeschlechtlich fortpflanzt. Der Nachwuchs entsteht dann aus unbefruchteten Eiern. Da ein Tierchen bis zu 70 Eier in seinem recht kurzen Leben legen kann, geht die Vermehrung sehr schnell: Innerhalb von nur vier Wochen steht die nächste Generation bereit. Die Auswirkungen an den Pflanzen ähneln auf den ersten Blick denen von Spinnmilben, doch mit einer Lupe erkennst Du rasch den Unterschied.

Thripse ernähren sich vielseitig

Die kleinen Fransenflügler sind so leicht, dass sie vom Wind davongetragen und auf diese Weise überall verbreitet werden. Sie lieben es warm und sehr trocken, eine hohe Luftfeuchte ist für sie eher unbekömmlich. Daher erklärt es sich, dass sie sich mit Vorliebe an die Pflanzen im Haus oder im Gewächshaus halten. Dabei sind sie nicht übermäßig wählerisch, sie lieben zum Beispiel Orchideen, Alpenveilchen, Gummibäume, Flamingoblumen, Weihnachtssterne, einige Palmarten und etliche andere Zierpflanzen, im Gewächshaus können unter anderem Gurken, Tomaten und Auberginen Bekanntschaft mit Thripsen machen. Manche Arten befallen sogar Getreide und auch der Ziergarten ist nicht vor ihnen sicher, wenn das Ambiente stimmt. Wird die jeweilige Pflanze durch das Saugen sehr stark geschädigt, kann es passieren, dass sie nicht nur verkrüppelt, sondern sogar eingeht. Es geht also darum, einen Befall so frühzeitig wie möglich festzustellen.

Hortensie mit weißer Blüte

Erste Vorbeugemaßnahmen

Vorbeugend lässt sich einiges in die Wege leiten. Du kannst die Luftfeuchtigkeit Deiner Räume erhöhen, indem du Wasserbehälter an den oder in der Nähe von Heizungen anbringst oder aufstellst. Auch dürfen die Untersetzer der Pflanzenkübel etwas breiter sein. Gerade in den Wintermonaten begünstigt die warme und trockene Raumluft die Ausbreitung der Thripse. Staunässe für Deine Pflanzen ist allerdings nicht geraten, die meisten Pflanzen vertragen keine dauerhaft nassen Füße. Außerdem kannst Du Deine Pflanzen regelmäßig von oben mit Wasser besprühen. Regenwasser ist dafür die beste Wahl, denn es ist kalkfrei und hinterlässt auf den Blättern keine unschönen Kalkspuren.

Neemöl: eine wahre Wunderwaffe

Eine weitere Möglichkeit ist Neemöl. Es stammt vom Neembaum, der in Indien und Pakistan wächst, und wird auch als Heilmittel eingesetzt. Der Baum ist bekannt für seine besonders wirksamen Abwehrstoffe gegen Krankheiten und Schädlinge. Seine Samen sind sehr fettreich, aus ihnen wird das Öl gepresst. Darin befindet sich unter anderem der Wirkstoff Salannin, der hervorragend gegen Fressfeinde geeignet ist. Daher wird Neemöl auch gern in Haus und Garten eingesetzt. Nimbin und Nimbidin, zwei weitere Inhaltsstoffe, arbeiten erfolgreich gegen Viren. Neemöl, auch Niemöl oder Nimöl genannt, lässt sich unter anderem im Internet bestellen. Nimm dann ein Wattestäbchen und betupfe die Pflanzentriebe vorsichtig und regelmäßig damit. Es ist ebenfalls hilfreich, die Larven damit abzutupfen, wenn der Befall schon erfolgt ist. So wird deren Häutung verhindert und sie sterben ab.

Schon befallen? Dann schnell handeln!

Wurde die Pflanze trotz aller Vorsichtsmaßnahmen von Thripsen befallen, muss sie zuerst isoliert werden. Die kleinen Sauger verbreiten sich sonst auch auf den Nachbarpflanzen. Ist der Befall nicht zu umfangreich, wird die Pflanze einfach abgeduscht, gern auch mit Seifenlauge (acht Gramm Seife auf einen halben Liter Wasser). Damit die Thripse, Eier und Larven nicht einfach auf den Ballen fallen und hier weiterleben, sollte dieser wasserfest abgedeckt werden, zum Beispiel mit Frischhaltefolie oder einer Plastiktüte. Diese Methode muss in regelmäßigen Abständen mehrere Wochen lang fortgesetzt werden. Außerdem kannst Du mit einer Mischung aus wenig Spülmittel und vier Esslöffeln Olivenöl in zwei Litern Wasser arbeiten. Auch eine Mischung aus einem Spritzer Schmierseife und etwas Olivenöl auf einen Liter Wasser kann helfen. Aufwendiger wird es mit Suds, zum Beispiel einem aus Brennnesseln, Knoblauch und Wasser, denn die Mischung muss stundenlang ziehen. Nicht zuletzt kannst du geflügelte Thripse mit Leimfallen einfangen. Ebenso eignen sich Blautafeln, denn Thripse lieben diese Farbe.

Du kannst auch andere Tiere zur Bekämpfung einsetzen. Die Larven der Florfliege, Blumenwanzen und Raubmilben kommen dafür infrage. Du bekommst sie ebenfalls im Internet oder in manchen Gartenzentren. Wenn Du diese nützlichen Insekten einsetzt, solltest Du allerdings auf andere Bekämpfungsmaßnahmen verzichten.

Zudem solltest Du Deine Pflanze in neue Erde oder frisches Substrat setzen, denn es kann sein, dass sich noch Eier in dem bisherigen Erdreich befinden.

Hortensie mit blauer Blüte

Insektizide: möglichst sparsam verwenden

Natürlich lassen sich Thripse auch mit Insektiziden bekämpfen, diese sollten aber das letzte Mittel der Wahl sein. Manche von ihnen sind für Nützlinge nicht geeignet, sie können also auf keinen Fall zusammen mit den weiter oben genannten Nützlingen eingesetzt werden. Außerdem sind einige davon für Bienen gefährlich, sollten also nicht im Garten eingesetzt werden. Die biologische Bekämpfung der Thripse ist immer vorzuziehen. Wenn Du Dir trotzdem nicht sicher bist, erkundige Dich am besten bei Bernd. Das Team steht Dir per Telefon oder Mail immer gern zur Verfügung.

Thripse und Menschen

Wenn Thripse Menschen stechen, liegt das meist an einer veränderten Luftfeuchtigkeit. Der menschliche Schweiß zieht die Tierchen wahrscheinlich an, die eventuell auf der Suche nach Flüssigkeit sind. Der Stich, in den etwas Speichel abgegeben wird, sieht ähnlich aus wie ein Mückenstich, allerdings ernähren sich die Thripse nicht von Blut.

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